Interview mit dem Sieger von 2014 und 2015

Die Stimmung am Hamburger Elbufer ist einfach toll!

Florian Reichert ist der Gewinner der Urban Challenge von 2014 und 2015. Nach einem Jahr urlaubsbedingter Challenge-Pause ist der Trail-Runner 2017 wieder am Start! Wenn er sich nicht gerade auf einen Hindernis- oder Berglauf vorbereitet, arbeitet er in Göttingen als Lehrer für Englisch, Spanisch und Sport. Einen Monat vor Race-Start in Hamburg haben wir Florian nach seinem Urban-Challenge-Erfolgsrezept gefragt.

florian, Wie hast du dich auf das Rennen vorbereitet?

Ich bereite mich nicht spezifisch auf die Urban Challenge vor. Ich habe mich für die Berglauf-Weltmeisterschaften am 6. August in Italien qualifiziert. Dort gilt es, 31 km und 3000 Höhenmeter zu bewältigen. Die Urban Challenge findet drei Wochen danach statt. Ich gehe davon aus, dass ich bis dahin wieder einigermaßen erholt und in Form bin.

Was ist deine Lieblings-Kraftübung oder -Trainingseinheit?

Meine Lieblings-Kraftübung sind klassiche „Stabis“ oder Brücken, bei denen ich viel mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten kann. Meine Lieblings-Trainingseinheit sind Intervalläufe am Berg über 500m mit ca. 100 Höhenmetern.

Was braucht man für Eigenschaften, um bei der Challenge gut durchzukommen?

Meiner Meinung nach ist Ausdauer die wichtigste Komponente. Besonders im zweiten Streckenabschnitt, wenn es die vielen Treppen am Elbufer zu bewältigen gilt. Aber auch Kraft am Berg und etwas Beweglichkeit beim Überqueren der Hindernisse sind sehr wichtig.

Welches Hindernis mochtest du am liebsten? Welches war die größte Herausforderung?

Ich mag die Halfpipe sehr gerne, weil dort die beste Stimmung ist und immer viele Zuschauer anfeuern. Ich persönlich finde das Überqueren der Autos am Ende recht einfach. Die größte Herausforderung ist meiner Meinung nach die Kombination aus Klettern und Krabbeln in der Mitte des Rennens.

Was reizt dich an der Urban Challenge in Hamburg?

Die Stimmung am Hamburger Elbufer ist einfach toll! Ich laufe normalerweise viel und gerne in den Bergen und genieße die Ruhe und Abgeschiedenheit dort. Aber den Hindernislauf in Hamburg habe ich immer als echtes Fest erlebt. 2016 war ich zum Zeitpunkt der Challenge in Südamerika unterwegs und bin dort viel gereist. 2017 bin ich aber gerne wieder dabei!